»Der Westen«, 31.01.2011

[…] Bereits die ersten Takte der Motette „Der Gerechte, ob er gleich zu zeitig stirbt“, einer Komposition von Johann Christoph Bach (1642-1703), ließen die hohe Qualität ahnen. Der Einsatz: wie aus einem Munde. Das Verhältnis der Stimmen zueinander nahezu perfekt ausgeglichen: Soprane, die sehr gedämpft blieben und dennoch groß klangen; Bässe mit fundamentalem Grund; Altstimmen voll lebendiger Substanz; Tenöre mit weicher Timbrierung. […] Im zweiten Teil dann die Moderne: vom Esten Arvo Pärt die kleine Kantate „Dopo la Vittoria“ und vom Schweden Sven-Erik Bäck zwei Motetten. Es war erstaunlich, welche musikalische Schönheit dank der inneren Lebendigkeit des Vortrags darin aufblühte. […]